Das Aktivitätszentrum (AZ) Kogge von Gemiva bietet Menschen mit erworbenen Hirnverletzungen (EHV) einen Ort, an dem sie Sport- und Freizeitaktivitäten nachgehen können. Tim Teerlink arbeitet als persönlicher Betreuer im AZ Kogge und ist für die Sportaktivitäten innerhalb des Zentrums verantwortlich.
Tim bietet seinen Klientinnen und Klienten verschiedene Aktivitäten an und setzt dabei Bike Labyrinth ein. Da jede Klientin und jeder Klient anders ist, hilft es, dass Bike Labyrinth einfach und niedrigschwellig in der Nutzung ist. "Viele Menschen können aufgrund ihrer Beeinträchtigung keine Aktivitäten mehr selbstständig unternehmen. Deshalb schauen wir, was noch möglich ist, und ich versuche, darauf einzugehen. Dank der Tretunterstützung des Fahrrads können die meisten Menschen noch Rad fahren, weshalb ich diese Aktivität häufig anbiete."
Tim betont auch die Kombination aus Bildschirm und Fahrrad. "Bike Labyrinth verbindet das Körperliche mit dem Freizeitlichen," erklärt er in Bezug auf die Nutzererfahrung. "Wenn man den Hometrainer in einem offenen Raum aufstellt, kann das bei dieser Zielgruppe zu viel Reizüberflutung führen, aber in Richtung einer weißen Wand entsteht oft Unterstimulation. Bike Labyrinth sorgt für genau das richtige Reizniveau."
“Am liebsten würde ich meine Klientinnen und Klienten an Orte mitnehmen, um schöne Erinnerungen zu schaffen, aber das ist oft schwierig. Die virtuellen Reisen bieten eine schöne und tolle Alternative”
Die Klientinnen und Klienten von Tim sind ebenfalls begeisterte Radfahrerinnen und Radfahrer. Die Nachfrage ist so groß, dass Maßnahmen ergriffen wurden, um allen eine faire Chance zu geven. "Bike Labyrinth ist so beliebt, dass wir einen Plan verwenden. Wir arbeiten dabei in Zeitblöcken: Morgen, Mittag und Abend. Pro Zeitblock können vier Klientinnen und Klienten 25 Minuten lang radeln. Ohne diesen Plan kämen manche Klientinnen und Klienten gar nicht an die Reihe," fährt Tim fort.
Die Klientinnen und Klienten möchten gerne Routen aus ihrer Vergangenheit fahren. Orte, an denen sie gewohnt haben, Urlaub gemacht haben oder auf andere Weise Erinnerungen verbinden, sind besonders beliebt. "Eine der Klientinnen hat auf Bonaire gelebt und würde gerne noch einmal dorthin zurückkehren. Als wir virtuell über die Insel radelten, sah sie, dass die Route fast an ihrem Haus vorbeiführt. So kann sie uns trotzdem ihre alte Nachbarschaft zeigen." Auf diese Weise helfen vertraute Routen dabei, die Klientinnen und Klienten besser kennenzulernen und erleichtern es, Gesprächsstoff zu finden.