"Fast jedes Mal, wenn ich vorbeigehe, ist da jemand auf einem Fahrrad“
26. August 2025

Am Standort De Elsmors in Aveleijn in den Niederlanden leben Menschen mit geistiger Behinderung. Für diese Klienten sind ein guter Tagesablauf, Struktur und Regelmäßigkeit unerlässlich. Tess Bloemendaal arbeitet als persönliche Betreuerin im zweiten Stock, wo Klienten ab 40 Jahren mit Autismus oder anderen psychischen Problemen leben. Ein regelmäßig eingesetztes Hilfsmittel zur Strukturierung ist das Bike Labyrinth.

People cycling virtualy with Bike Labyrinth

„Wenn neue Klienten ankommen, sprechen wir mit ihnen. Gemeinsam überlegen wir, wie wir ihren Tag optimal strukturieren können, zum Beispiel durch unser internes Tagesbetreuungsprogramm. Gleichzeitig legen wir Wert darauf, dass sie die Kontrolle über ihren eigenen Tag behalten“, sagt Tess.

Jeder kann Rad fahren

Bike Labyrinth spielt dabei eine wichtige Rolle. Dank der Tretunterstützung am Fahrrad kann jeder mitfahren, unabhängig von körperlichen Einschränkungen. „Die meisten Klienten wissen genau, wie Bike Labyrinth funktioniert, und können problemlos aufs Rad steigen“, fährt Tess fort. Das System befindet sich im öffentlichen Raum und ist daher für alle Bewohner leicht zugänglich. „Wir haben außerdem ein paar Stühle aufgestellt. So können die Klienten gemeinsam die Routen erkunden, und es entsteht ganz natürlich ein Austausch.“

Bewegung und Verbundenheit dank virtuellem Radfahren

Tess erzählt begeistert, dass Bike Labyrinth ständig genutzt wird. „Fast jedes Mal, wenn ich vorbeigehe, ist jemand auf dem Fahrrad. Manchen geht es vor allem darum, sich zusätzlich zu bewegen, andere finden darin eine Möglichkeit, ihren Tag zu strukturieren.“

Darüber hinaus fördert das Bike Labyrinth die soziale Interaktion. Klienten aller Abteilungen nutzen das Bike Labyrinth, was den Kontakt stärkt und den Austausch erleichtert.

„Unser Radclub fährt oft gemeinsam Rad“

Eine Gruppe von Klienten fährt oft gemeinsam Rad und hat einen eigenen „Radclub“ gegründet. Sie wechseln sich hinter dem Sichtschutz ab und verfolgen die Route des anderen von ihren Stühlen aus. „Für unsere Klienten ist es manchmal schwierig, spontan Kontakt aufzunehmen. Das Bike Labyrinth hilft enorm dabei, Kontakte zu knüpfen. Es sorgt auch dafür, dass unsere Bewohner ihre eigene Abteilung buchstäblich und im übertragenen Sinne verlassen.“

Leichter ins Gespräch kommen

Das Bike Labyrinth bietet auch dem Pflegepersonal hervorragende Gesprächseinstiege. „Ein Gespräch fließt viel leichter, wenn der Klient gleichzeitig etwas tut“, erklärt Tess. „Sie sind weniger auf das Gespräch selbst konzentriert. Und für mich ist es eine großartige Gelegenheit, mehr über das Umfeld zu erfahren, in dem jemand aufgewachsen ist.“

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