Peking und Taiwan: zwei Reiseziele, die bisher noch nicht bei Bike Labyrinth vertreten sind. Aber nicht mehr lange. Die Kollegen von Bike Labyrinth, Job und Timothy, machten sich mit Kameras auf den Weg nach Asien. Eine gute Kombination: Timothy als Koordinator des Filmteams und Job, Creative Developer und Mitgründer, der über viel Erfahrung im Filmen und Radfahren verfügt (er filmte schließlich einen großen Teil unserer allerersten Routen). Für beide war es die erste Reise nach Asien, was viele Abenteuer mit sich brachte. Es wurde eine Reise voller Überraschungen, Herausforderungen und vor allem vieler Dumplings.
Das Filmteam zeichnet alle unsere Routen weltweit auf. Inzwischen verfügen wir über mehr als 800 Routen, dennoch ist es stets schwierig zu entscheiden, wohin die nächste Reise geht. Am liebsten würden wir jeden Winkel der Welt festhalten. Daher darf auch Asien nicht in unserer Sammlung fehlen. Wir haben bereits mehrere Routen in Japan, China, Hongkong und Südkorea, aber Peking und Taiwan fehlen noch. Interessant für Radfahrer, die dort Urlaub gemacht haben oder diese Länder noch entdecken möchten, aber auch ideal für unsere Bike Labyrinth Nutzer in Asien - denn auch dort ist Bike Labyrinth in Pflegeeinrichtungen vertreten.
Sobald das nächste Reiseziel feststeht, ist Timothy mit der Planung an der Reihe. “Zuerst recherchiere ich die wichtigsten Sehenswürdigkeiten und entscheide dann, wie lange wir an jedem Ort bleiben,” erklärt Timothy. Mit einem detaillierten Plan flogen sie nach Peking, wo ihre zweieinhalbwöchige Reise begann.
Wenn man an China denkt, erscheinen vermutlich Bilder von Essstäbchen, roten Laternen und belebten Straßen. Genau das hatte auch Job erwartet. “Peking ist riesig, wie ich mir vorgestellt hatte, und doch ganz anders.” Im Taxi vom Flughafen zum Hotel schauten sie neugierig hinaus, und bei der Ankunft hatten sie ihren ersten Moment wirklich mitten in der Stadt. Ein Erlebnis, das Job nie vergessen wird. “Ich dachte, dass ich mich erst lange gewöhnen müsste, aber nach einer Minute merkte ich, dass es hier ist wie in jeder anderen Stadt: alle sind beschäftigt und gehen ihren eigenen Dingen nach, niemand beachtet einen großen Niederländer.” Letztlich war der größte Schock nicht die Kultur, sondern die Tatsache, dass das Hotel keinerlei Besteck oder Töpfe hatte - damit war das Frühstück mit selbstgemachten Broten dahin.
Routen in Städten wie Peking und Taipeh zu filmen ist eine anspruchsvolle Aufgabe. Die Strecken werden im Voraus sorgfältig geplant, einschließlich aller Entscheidungspunkte, um das Filmen zu erleichtern. Um sich an die Stadt (und die Hitze) zu gewöhnen, filmten Job und Timothy zunächst einige Spaziergänge. Offenbar fühlte sich das gut an, denn schon bald wagten sie sich an die anspruchsvollste Route: die Verbotene Stadt.
Die chinesischen Behörden beschränken die Anzahl nichtchinesischer Besucher, um die Kulturstätte zu schützen und vor allem für Chinesen zugänglich zu halten. Das machte den Eintritt zu einer Herausforderung. Mit Hilfe eines Reiseleiters und einem sechsfach höheren Eintrittspreis gelang es ihnen nach anderthalb Stunden Wartezeit. Im Inneren stellte sich heraus, dass die größte Schwierigkeit nicht die Tickets waren, sondern das Filmen inmitten der Menschenmengen. “Die Verbotene Stadt war wirklich überfüllt. Ich muss zugeben, dass ich mich etwas durchdrängen musste und dass ich aufgrund meiner Größe unbeabsichtigt auch einige Ellbogen verteilt habe,” erzählt Job. “Zum Glück bin ich groß und konnte so über die Menschen hinweg filmen.”
Timothy: “Wir haben die Verbotene Stadt mehrmals gefilmt. Am Ende des Tages gingen alle Touristen in Richtung des nördlichen Ausgangs, sodass wir im Süden fast allein waren. Daraus sind großartige Aufnahmen entstanden. Ein wirklich fantastisches Highlight zum Besuchen und Filmen.”
Auch außerhalb der Verbotenen Stadt war das Radfahren manchmal eine Herausforderung, insbesondere wegen der Hitze. “Die Großstädte sind extrem belebt, das Radfahren in Amsterdam ist dagegen nichts.”
“In Taiwan steht man manchmal mit dreißig Rollern an einer Ampel,” berichtet Timothy. “In der prallen Sonne atmet man Abgase ein, und nach 200 Metern wiederholt sich alles, da schon die nächsten Ampeln folgen.” Dennoch sorgte das Radfahren dafür, dass sich sowohl China als auch Taiwan ein Stück wie Zuhause anfühlten. Job: “Ich bin es gewohnt, täglich zu radeln, und das habe ich sehr genossen. Besonders am Abend nach dem Essen zurück ins Hotel zu fahren. Es ist das ideale Verkehrsmittel und die beste Möglichkeit, einen neuen Ort zu entdecken.”
Neben den Radabenteuern gibt es noch vieles über die Herausforderungen zu berichten: das Essen mit Stäbchen, das Filmen bei jedem Wetter und das angespannt Autofahren durch die Berge. Das alles erfahren Sie im zweiten Teil dieses Artikels. Hier weiterlesen.