Wendy Droog, Aktivitätsbegleiterin in De Cypressenhof, einer Einrichtung von Manna, erlebt täglich, wie Bike Labyrinth das Leben der Bewohnerinnen und Bewohner bereichert. Wir haben mit ihr über ihre Erfahrungen gesprochen und darüber, wie sie Bike Labyrinth einsetzt, um die Menschen zu aktivieren und zu inspirieren.
Ein Bewohner hatte große Schwierigkeiten, seine Schnürsenkel zu binden, als er in die Einrichtung einzog. Wendy ermutigte ihn, regelmäßig mit Bike Labyrinth zu radeln und sich mehr zu bewegen. „Er war einer unserer engagiertesten Radfahrer und trat manchmal bis zu eine Stunde am Tag in die Pedale“, erzählt Wendy. „Am Ende konnte er seine Schnürsenkel wieder mühelos binden.“
Neben der zusätzlichen Bewegung schätzen es die Bewohnerinnen und Bewohner in De Cypressenhof, während des Radfahrens gemeinsam in Erinnerungen zu schwelgen und ganz einfach ins Gespräch zu kommen. „Viele bevorzugen die Route durch Enschede in den Niederlanden. Sie erkennen vertraute Orte wieder und beginnen spontan, Geschichten aus ihrer Vergangenheit zu erzählen“, erklärt Wendy.
Für viele fühlt sich Bike Labyrinth wie eine kleine Auszeit an.
“Es holt sie aus dem Alltag heraus und vermittelt das Gefühl, auf eine Reise zu gehen.”
So entdeckte Wendy, dass eine Bewohnerin früher jeden Samstag mit ihrer Tochter auf dem Markt Kaffee trank. „Während der Route durch Enschede erzählte sie begeistert von den vertrauten Orten und diesen wöchentlichen Kaffeebesuchen mit ihrer Tochter“, erinnert sich Wendy. „Später sind wir tatsächlich gemeinsam auf den Markt gegangen, um dort wieder Kaffee zu trinken. Dieser Moment war für sie und auch für mich etwas ganz Besonderes.“
Wendy nutzt die Routen auch als Inspirationsquelle für neue Aktivitäten. „Beim Radfahren kommen Erinnerungen hoch, die mir helfen, besser passende Angebote für unsere Bewohnerinnen und Bewohner zu entwickeln“, sagt sie. Bike Labyrinth fördert also nicht nur die Bewegung, sondern eröffnet auch neue Möglichkeiten für kreative und wertvolle Begegnungen.